Dreiwässern

Paradies für Amphibien in Feusisberg

Beim Naturschutzgebiet «Dreiwässern» in der Gemeinde Feusisberg SZ handelt es sich um einen bedeutenden Amphibienlebensraum. Sein Ursprung liegt in der ehemaligen Kiesgrube «Bleiken», welche Anfang der 80er Jahre mit Ausnahme des Schlammabsetzbeckens aufgefüllt und rekultiviert wurde.
Das ehemalige Schlammabsetzbecken wurde zu einem Lebensraum für zahlreiche Tiere, insbesondere für viele verschiedene und teilweise gefährdete Amphibien- und Libellenarten.

Es wurde deshalb als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung ins Bundesinventar als Objekt Nr. SZ 34 aufgenommen

Teilsanierung 2004/2005

Im Winter 2004/2005 erfolgte durch den WWF Schwyz die Teilsanierung des Schlammabsetzbeckens. Zudem wurden in der definierten Tümpelzone neue Laichgewässer für die stark gefährdete Gelbbauchunke ausgebaggert. Um diese Pionierart zu erhalten, müssen vorhandene Gewässer alternierend gepflegt werden und das Angebot an Pioniertümpeln erhalten bleiben, indem regelmässig neue Gewässer erstellt werden, sogenannte Wanderbiotope.

 

Unterhalt 2019-2021

Seit den letzten Unterhaltsmassnahmen vor mehr als zehn Jahren ist die Verlandung der Amphibienweiher in der Tümpelzone südlich des Schlammabsetzbeckens stark fortgeschritten. Im aktuellen Zustand sind sie nicht mehr als Laichgewässer für die Gelbbauchunke geeignet, da diese Art auf Pioniertümpel angewiesen ist. Um das Angebot an optimalen Laichgewässern zu verbessern, sind somit Unterhaltsarbeiten erforderlich.

Eine der Unterhaltsmassnahmen ist die Schaffung von neuen Pioniergewässer für die Gelbbauchunke. Sie sollen eine Wasserfläche von je ca. 8 m2 und eine Tiefe von 0.1 bis 0.6 m aufweisen.
Die grösseren Amphibienteiche in der Tümpelzone und dem unteren Geissboden werden ausgebaggert und die Vegetation, insbesondere Schilf und Algen, entfernt.
Die Versorgung der Amphibienteiche und Tümpel mit frischem Wasser wird sichergestellt, so dass sie nicht vollständig austrocknen können.
Das im Ostteil der Tümpelzone angeschwemmte Erdrutschmaterial wird beseitigt. Mit den vorhandenen Gehölzen und Steinen werden in unmittelbarer Nähe je ein Ast- und Steinhaufen gebaut.
Der Waldrand der Tümpelzone wird aufgewertet.
Für die Pflege und Bewirtschaftung der Tümpelzone wird die Zufahrt erleichtert.
Im unteren Geissboden wird östlich des grossen Tümpels eine Feuchtwiese mit entsprechender Artenvielfalt entstehen.

Das Baugesuch für das Projekt wurde im Juni 2019 eingereicht. Leider ist seither infolge Einsprachen und damit verbundenen erforderlichen Anpassungen viel Zeit verloren gegangen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die Besucher der Dreiwässern ab dem Jahr 2021 wieder ein intaktes, aufgewertetes Naturjuwel bewundern können.   

Da ein grösserer Eingriff mit Bagger für die Erdarbeiten notwendig wird, muss das Projekt durch entsprechende Fachleute ausgeführt werden, was sich in den Kosten niederschlägt.  Wir rechnen mit Kosten von rund CHF 120‘000, die zum Teil durch Beiträge des Kantons, dem naturemade star-Fonds des EWZ, des Ökostrom-Fonds des KW Gattikon und der Ella & J. Paul Schnorf Stiftung gedeckt werden. Es bleibt dem WWF jedoch immer noch ein erheblicher Beitrag zu sammeln. Jeder Franken Spende ist deshalb hochwillkommen.  

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