Der WWF Schwyz rettet ein Amphibienschutzgebiet

2004: Rettung vor der Verwahrlosung

"Dreiwässern" ist ein Amphibienlebensraum von nationaler Bedeutung in der Gemeinde Feusisberg. Früher hatten Unken, Kröten, Frösche und Libellen in der Kiesgrube "Bleiken" ein Paradies. In den 80er-Jahren wurde die Kiesgrube aufgefüllt und es blieb vom Kiesabbau nur noch das Schlammabsetzbecken übrig. Trotz aufwändigen Pflegemassnahmen konnte das Schutzgebiet ohne grössere, bauliche Eingriffe nicht mehr erhalten werden. Der WWF Schwyz entschloss sich, das wohl wichtigste Amphibienlaichgebiet im äusseren Kantonsteil zu retten. Nach einer längeren Planungs- und Verhandlungsphase lag die amtliche Baubewilligung vor und am 1. Dezember 2004 fuhren die Bagger auf. Bereits auf die nächste Vegetationsphase im Frühling 2005 waren die neuen Biotope fertig. 

Da die Staustufe in der Sihl nicht fischgängig war, ergab sich für die zuständigen Ämter, das Kraftwerk Schindellegi und den Bezirk gleichzeitig die Möglichkeit, im Biotop einen neuen Umgehungsbach zu bauen. Zusammen mit dem WWF wurde das Projekt entsprechend angepasst und erweitert, so dass heute die Fischgängigkeit der Sihl wieder hergestellt ist.

2019: Untherhaltsarbeiten und weitere Aufwertung

Die letzten Unterhaltsarbeiten im Gebiet liegen nun ca. 10 Jahre zurück. In dieser Zeit ist die Verlandung der Amphibiengewässer weit fortgeschritten. Ein neuer Pflegeeingriff ist nötig, um den Lebensraum für die Amphibien zu erhalten. Die Gelegenheit wird vom WWF Schwyz genutzt, um die "Dreiwässern" noch weiter aufzuwerten. In einem gross angelegten Sammelprojekt werden verschiedene Unterhalts- und Aufwertungsmassnahmen durchgeführt: Die bestehenden Tümpel werden wieder ausgehoben und durch mehrere neue Tümpel ergänzt. Erdrutschmaterial von einem Murgang, das die Bewirtschaftung erschwert, wird entfernt. Aus den Steinen und Holzstücken werden Totholz- und Steinhaufen als Unterschlupf für Tiere erstellt. Durch die Säuberung eines verstopften Schachtes wird die Wasserversorgung der Teiche wieder verbessert. Ein Leck im Damm des ehemaligen Schlammabsetzbeckens wird abgedichtet und der Überlauf saniert. Entlang der Weiher "Unter Geissboden" wird der Waldrand ökologisch aufgewertet. Mit regulierbaren Entwässerungen und einem neuen Maschinenweg wird der maschinelle Unterhalt erleichtert und die nachhaltige Bewirtschaftung der sensiblen Flächen ermöglicht. Mit einem neuen Pflegekonzept soll zudem sichergestellt werden, dass künftig stets Tümpel in allen Sukzessionsstadien vorhanden sind. Dadurch werden spezialisierte Arten wie z.B. die Gelbbauchunke noch besser gefördert.

Der Baubeginn ist für diesen Herbst geplant. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf ca. 140'000 Fr. Spenden sind sehr willkommen und werden mit dem Vermerk "Dreiwässern" gerne auf dem Konto des WWF Schwyz entgegengenommen.

Zeitungsartikel zum Projekt im Höfner Volksblatt (Ausgabe vom 6. August 2019)

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