Wasser und Auen

Beim Gewässerschutz geht es hauptsächlich um die Umsetzung des neuen Gewässerschutzgesetzes (GSchG). Darin sind höhere Restwassermengen in den Fliessgewässern vorgeschrieben.
Für bestehende Konzessionen für Wasserentnahmen gilt folgendes:

  • nach Ablauf der Konzession gelten die neuen Vorschriften des Gesetzes
  • jeder Kanton erstellt ein Inventar der Wasserentnahmen. Für den Kanton Schwyz wurden 1998/99 die generellen Entwässerungspläne je Gemeinde erstellt und daraus das Inventar für den Bund abgeleitet. Somit hat der Kanton Schwyz diese Vorgabe erledigt.
  • Aufgrund dieses Inventars werden die zu geringen Restwassermengen festgehalten und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt
  • Wo immer möglich werden die Sanierungsmassnahmen festgelegt. Möglich ist dies, wo keine schwerwiegenden Einbussen für den Konzessionsnehmer die Folge sind, oder wo die finanzielle Entschädigungspflicht für den Kanton in ertrträglichem Umfang ist, resp. wo übergeordnete Interessen des Natur- und Umweltschutzes oder der Öffentlichkeit vorliegen. Dieser Bericht des Kanton Schwyz ist zur Zeit in Prüfung beim BUWAL.
  • Wenn der Sanierungsbericht der Wasserentnahmen vom Bund genehmigt ist, muss er umgesetzt werden.

Für den WWF absolut sanierungsnotwendig sind der Oberlauf des Muota und die Wägitaler-Aa, deren Deltagebiet im nationalen Inventar der Auen enthalten ist.

Der WWF ist in der kantonalen Fachgruppe Fliessgewässer vertreten, in der Umweltorganisationen zusammen mit Fischereikreisen und Vertretern der Ämter für Wasserbau, Fischerei und Umweltschutz Projekte besprechen und zu Massnahmen im Wasserbau Stellung nehmen. Diese Gruppe hat als Modellprojekt die Renaturierung des Chlosterbaches in Ingenbohl in die Wege geleitet.

Der WWF realisierte diverse konkrete Projekte, um Fliessgewässer ökologisch zu verbessern:

Dreiwässern: Umgehungsbach für die Staustufe in der Sihl bei Schindellegi

Schweigbach/Lattbach: Revitalisierung der Bäche in Euthal

Alte Linthläufe: Neue Lebensräume für Amphibien, Libellen, Fische, Vögel in einem verlandeten Linthlauf.

In Bezug auf die Auen ist nun im Kanton Schwyz auch einiges ins Rollen geraten: „Arten- und Biotopschutz“ 

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