Fleissige Helfer räumten Rietwiesen auf

27. Mai 2019

Freiwillige Helferinnen und Helfer halfen mit, Rietwiesen ob Altendorf aufzuräumen, wo zuvor einwachsende Bäume und Büsche geschnitten worden waren.

Die Helferinnen und Helfer sammelten das herumliegende Holz ein ...

... und schichteten es am Waldrand auf.

So entstanden wertvolle Asthaufen, die etlichen Kleintieren Unterschlupf bieten.

Versteckt in den bewaldeten Hängen ob Altendorf gibt es zahlreiche Rietwiesen und feuchte Weiden. Früher wurde das Schnittgut dieser Wiesen als Streue für die Tiere im Stall verwendet. Im Zuge des Strukturwandels in der Landwirtschaft sind alternative, günstige Streuquellen aufgekommen, wodurch diese traditionelle Form der Bewirtschaftung an Bedeutung verlor. Werden die Wiesen jedoch nicht regelmässig gemäht, beginnen Sträucher und Bäume vom Waldrand her einzuwachsen. Längerfristig etwickeln sich die Wiesen dadurch zu Wald zurück. Rietwiesen und feuchte Weiden beherbergen aber eine grosse Vielfalt von schützenswerten Pflanzen und Tieren. Sie brauchen Licht und verschwinden, wenn Wald aufkommt. Der WWF Schwyz unterstützt daher die Bemühungen, das Vorrücken des Waldes zu stoppen.

Ende Mai ging es den aufkommenden Bäumen auf der Alp Bergrüti und der Alp Müligassegg an den Kragen: Zivis der Stiftung Lebensraum Linthebene fällten sie zusammen mit dem verantwortlichen Älpler und Altendörfler Gemeindepräsidenten Beat Keller in einem ganztägigen Einsatz.

Am darauffolgenden Samstag, 25. Mai, half schliesslich eine Gruppe von 12 freiwilligen Helferinnen und Helfern, die Wiesen von den vielen herumliegenden Ästen und Bäumchen zu befreien. Organisiert wurde der Einsatz zusammen mit der Stiftung Lebensraum Linthebene. Im Rahmen des Tags der guten Tat sponserte Coop Verpflegung und Werkzeuge.

Das Holz wurde am Waldrand zu ökologisch wertvollen Asthaufen aufgeschichtet. Diese bieten Unterschlupf für zahreiche Klein- und Kleinsttiere. Die Freiwilligen gingen motiviert und mit viel Elan ans Werk und räumten die Wiesen in Rekordzeit auf. Es mussten sogar laufend neue Bäume und Sträucher geschnitten werden, damit den Helferinnen und Helfern nicht die Arbeit ausging. Die Rietwiesen präsentieren sich nun wieder in neuem Glanz, die Kühe freuen sich über eine aufgeräumte Weide und die Kleintiere über die Deluxe-Asthaufen. Den Helferinnen und Helfern gilt unser herzliches Dankeschön!

Den Einsatz und die Vorbereitung haben wir in einem Video dokumentiert. Darin werden unter anderem Sinn und Zweck solcher Einsätze und die historischen Hintergründe der Verbuschungsproblematik von Beat Keller näher erklärt.

Für jene, die mit dem Schwyzer Dialekt nicht vertraut sind, gibt es hier eine Version mit Untertiteln.

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