Raumplanung

Um die bauliche Entwicklung und die wirtschafliche Nutzung unserer knappen Bodenfläche einigermassen unter Kontrolle zu haben, wurde das eidgenössische Raumplanungsgesetz (RPG) geschaffen und durch das Volk angenommen.

Dieses Gesetz räumt den gesamtschweizerisch aktiven Schutzorganisationen wie dem WWF das Verbandsbeschwerderecht für Bauten ausserhalb der Bauzonen ein. Somit kann der WWF, vertreten durch seine kantonalen Sektionen, für alle im Amtsblatt ausgeschriebenen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen innerhalb der vorgeschriebenen Frist Einsprache erheben, wenn Gesetze oder Verordnungen verletzt werden.

Sämtliche Nutzungsänderung des Bodens gelten als Bauvorhaben. So muss z.B. auch für neue Ski-Pisten eine Baubewilligung vorhanden sein.

Für den WWF Schwyz ist dieses Verbandsbeschwerderecht äusserst wichtig. Trotzdem machen wir jedoch nur relativ raren Gebrauch von diesem Recht und ergreifen das Rechtsmittel der Einsprache immer in Absprache, und wenn immer möglich nur zusammen mit andern Schutzorganisationen.

Allein schon das Vorhandensein dieses Rechtes veranlasst viele Investoren und Bauherren, vor der Planung ihrer Vorhaben mit den Schutzorganisationen Kontakt aufzunehmen. Wenn die Interessen der Ökologie so früh einfliessen, kommt es kaum zu Verteuerungen und das Bewilligungsverfahren verkürzt sich.

Das Raumplanungsgesetz schreibt auch vor, dass das gesamte Gebiet der Schweiz durch die Gemeinden lückenlos in den kommunalen Zonenplänen einer Nutzungszone zugewiesen werden muss:

  • Bauzonen diverser Abstufung (Wohnbau, gewerbliche und industrielle Bauten, öffentliche Bauten und Anlagen, Freizeitanlagen)
  • Landwirtschaftszone
  • Schutzzonen und Schutzobjekte
  • Übriges Gemeindegebiet

Im Rahmen dieser Planung hat sich der WWF für die Inventarisierung und Gewichtung der Schutzzonen und -objekte als Grundlagen für die Schutzzonenplanung den Gemeinden angeboten und für einige Gemeinden in der March und Höfe diese umfassenden Arbeiten erledigen können. Diese Dienstleistung und Erfahrung wir er auch in Zukunft anbieten können.
In letzter Zeit wurde durch die Annahme einer Initiative das Raumplanungsgesetz geändert und vor allem die strikten und straffen Vorschriften für das Bauen in der Landwirtschaftzone gelockert. Noch ist die Anwendung dieser neuen Bestimmungen nicht klar und sauber geregelt - aber schon sind unverhältnismässige Forderungen auf dem Tisch: Ausbau von Bauernbetrieben zu Restaurationsbetrieben mit Dutzenden von Parkplätzen, Ausbau von Bauernhöfen zu Villen mit Pferdestallungen, Swimmingpools und dergleichen. Alles Bauten, die nicht mehr der zonenkonformen landwirtschaftlichen Nutzung dienen.

Die Schutzorganisationen müssen deshalb zur Zeit ein wachsames Auge auf die Bauauschreibungen halten! Dies ist jedoch sehr aufwändig. Wird eine verdächtige Bauausschreibung gefunden, müssen auf der entsprechenden Gemeinde Unterlagen eingesehen werden, aufgrund derer dann entschieden wird, ob eine Einsprache erfolgen soll.

Der WWF Schweiz sucht zu diesem Zwecke Leute, welche bereit sind, während der Öffnungszeit bei den Gemeindekanzleien solche Unterlagen einzusehen, evtl. Fotokopien zu erstellen und diese mit den Zuständigen des WWF zu besprechen. Besonders geeignet wären pensionierte Baufachleute!

Möchten Sie uns unterstützen? Haben Sie die notwendige Zeit dafür und interessieren sich für Raumplanung und Bauen? Dann melden Sie sich bei unserer Geschäftsstelle!  

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